Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 20: Trockenes Schuhwachs wiederaufbereiten

Hochwertige Schuhcremes auf Basis von Balsamterpentinöl, also die Hartwachse diverser Premiumproduzenten im Bereich Schuhpflege, können bei längerer Lagerung sowie seltenem Gebrauch in der Dose schrumpfen, bröckeln, ja sogar brechen. Die Oberfläche des betroffenen Schuhwachses mag dann zwar wie ausgedörrte, rissige Erde anmuten, was jedoch nur halb so schlimm ist, zeigt es schließlich, dass beste Inhaltsstoffe zur Herstellung jener Schuhpflegemittel verwendet worden. Außerdem lässt sich ein solcher Zustand normalerweise relativ schnell korrigieren, sodass es nicht notwendig werden dürfte, neue Hartwachsschuhcreme zu kaufen.

Belassen Sie die ausgetrocknete Schuhcreme in der geöffneten Dose. Diese wird in eine Pfanne oder einen niedrigen Topf mit kaltem bis lauwarmem Wasser gelegt. Dabei sollte der Wasserspiegel 0,5 cm unterhalb des Dosenrandes liegen, nicht höher, aber ebenso wenig wesentlich tiefer. Jene Vorsichtsmaßnahme soll verhinden, das beim jetzt folgenden Vorgang langsamer Erhitzung Wasserpartikel in die Schuhcreme spritzen resp. schwappen. Auf schwacher Flamme soll mit dem Wasser also auch die Hartwachspaste sukzessive erhitzt werden. Sobald sie vollständig verflüssigt ist, stellen Sie bitte die Wärmezufuhr ab, wobei das Wasserbad inkl. weiterhin offener Dosenware auf der Herdplatte zu verbleiben hat, um eine schrittweise Abkühlung zu gewährleisten. Dieser Punkt ist sehr wichtig!Die Burgol Palmenwachsschuhcreme mit passenden Auftragsbürsten, bereit zur Schuhpflege

Und voilà, nun können Sie Ihre Schuhcreme wieder zur Schuhpflege verwenden!

Übrigens lässt sich das komplette Prozedere beliebig oft wiederholen, denn die Qualität Ihrer Hartwachscreme leidet darunter nicht.

Und noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Premium-Schuhcremes, welche natürliche Wachse enthalten - meist solche der gehobenen Preisklasse, dürfen keinen allzu großen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden. Bei übermäßiger Wärme, wie bspw. verursacht durch direkte Sonneneinstrahlung, können sich diese verflüssigen, wenn zu kalt gelagert, hingegen sehr hart werden. Speziell die roten Farbtöne der BURGOL Palmenwachsschuhcreme betreffend, sind Oxidationseffekte möglich, d. h. es erscheinen an der Oberfläche des Schuhwachses kleine, dunkelbraune bis schwarze Fleckchen. Die können Sie ganz einfach mit einem Taschentuch abwischen und hernach die Schuhcreme normal zum Schuheputzen weiterverwenden.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 19: Bootsschuhe für den Winter herrichten

Bootsschuhe bzw. Top-Sider aus dem Hause Tom SperryDiese sehr robusten, aber dennoch äußerst schicken Schuhe wurden, wie der Name sagt, zur Benutzung auf Deck konzipiert. Ihr Erfinder Tom Sperry gab ihnen allerdings ursprünglich den Namen Top-Sider und fertigte sie aus Feuchtigkeit abweisendem Elchleder. Heute wird zwar meistens fettgegerbtes Rindsleder verwendet, doch sind Oberleder sowie die Messingösen natürlich immer noch salzwasserresistent. Darüber hinaus blieb ebenso das original Messerschnitt-Profil erhalten, was auf wässrigen, glatten Untergründen effektiv ein Rutschen verhindert, wobei die Sohlen typischerweise ihrerseits keine Spuren, bspw. schwarze Streifen, hinterlassen.Die Schuhpflege unterteilt sich bei Bootsschuhen in 2 Phasen.

Mittlerweile verliert die Sonne an Kraft, es wird merklich kühler. Bevor nun der erste Schnee fällt, d. h. die, weil ungefüttert, gerade für den Sommer geeigneten Bootsschuhe auf dem Dachboden verschwinden, soll ihnen eine angemessene Schuhpflege angediehen werden, um sie auch in der nächsten Saison ohne Qualitätsabstriche nutzen zu können.Als finalisierende Schuhcreme wird echtes Juchtenfett von Burgol empfohlen.

Zunächst werden die Schnürsenkel herausgezogen. Dann beginnt die eigentliche, recht simple Schuhpflege: Mit einem Schwamm sowie dem Schuhreiniger von BURGOL wird der Top-Sider innen und außen gründlich gewaschen. Bitte spülen Sie jenen Schuhreiniger nach getaner Arbeit NICHT ab, er soll ins Leder einziehen, dort trocknen und somit verlorengegangene Gerbstoffe zurückgeben. Jetzt fehlen bloß noch die Schuhspanner, dann wäre Teil Eins der Schuhpflege am Bootsschuh abgeschlossen.

Nach einer Nacht ist es Zeit zum zweiten, finalen Part überzugehen und die passende Schuhcreme aufzutragen. Erprobt auf Wanderschuhen, festen Arbeitsschuhen, Motorradstiefeln etc. bietet sich hier echtes Juchtenfett von BURGOL an. Diese Schuhcreme wird nur aufgetragen, gut verrieben, jedoch keinesfalls auspoliert, da Schuhe aus Fettleder matt getragen werden. Mehr der Schuhpflege bedarf es gar nicht - Ihre Top-Sider sind nun bereit für die Winterruhe!

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 18: Palmenwachs für alle Lederfarben

Mit Burgol Schuhcreme individuelle Farben mischen Besitzen Sie Schuhe in einer außergewöhnlichen Farbe oder wünschen Sie sich eine vom Grundton Ihrer Schuhe abweichende Farbe? Dann mischen Sie sich doch einfach aus den verschiedenen erhältlichen Palmenwachsfarben die passende! Ihren individuellen Farbton können Sie sehr zurückhaltend gestalten oder auch auffällig - ganz nach Ihrem Gusto. Wir haben zur Illustration mit bordeaux  und blauer Schuhcreme von BURGOL eine Auberginen ähnliche Farbgebung erreicht (siehe Bild rechts).

Um die Farben zu mischen, empfiehlt es sich, diese zunächst einzeln auf eine weiße Unterlage zu streichen. Das kann ein weißes Blatt Papier sein oder bspw. auch eine abwaschbar beschichtete Platte. Wichtig ist nur, dass die Originalfarben der Schuhcreme deutlich erkennbar sind. Vertrauen Sie niemals dem Farbeindruck der Schuhcreme in der Dose! Dieser täuscht häufig. Wenn Sie die Farben “pur” vor sich sehen, können Sie jene nach den Regeln der additiven Farbmischung kombinieren (Rot mit Blau ergibt Magenta, Gelb und Blau Grün usw.) Auf diese Weise können Sie in Eigenregie nahezu jede beliebige Farbe melieren - Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.




Schuhcreme, Schuhpflege & Schuhe putzen, Tipp 17: Schaftlifting und Farbaufbau mit Palmenwachsschuhcreme

Haben sich bereits Gehfältchen ins Leder gegraben oder ist nach dem letzten Schuheputzen die Farbe matt, der Schaft glanzlos, dann sind Ihre Schuhe reif für eine kleine Generalüberholung:

Mit aufwertender Schuhpflege sollten Sie stets direkt nach dem Tragen des Schuhwerks resp. einer Schuhwäsche, wie unter Tipp 16 beschrieben, beginnen. Zunächst muss das Schuhinnere getrocknet werden, bspw. durch Zeitungspapier. Sobald nur noch wenig Feuchtigkeit zu spüren ist, folgen Schuhspanner. Diese sorgen natürlich einerseits für Formerhalt, nämlich wenn sich das trocknende Leder zusammenzieht, und bewirken andererseits ganz automatisch ein leichtes Schaftlifting – kleinere Falten ziehen sich spurlos aus der Schuhoberfläche.

Wie renovieren Sie Ihre Schuhe? Mit Schaftlifting, Farbaufbau und den Schuhcremes von Burgol! Schon jetzt sollte der Schaft auch mit frischer Schuhcreme eingelassen werden, wobei die ursprüngliche Farbe des Schuhs als Orientierung dient. Im Zweifel ist, abweichend vom Vorgehen beim Antikfinish (Tipp 14), sogar eine etwas hellere Schuhcreme zu bevorzugen. Keine Sorge, denn es kann später problemlos nachgedunkelt werden. Hingegen würde der Weg zurück zum helleren Erscheinungsbild eine komplette Waschaktion erfordern. Die Schuhcreme in der Grundfarbe des Schafts also wird nun mit einer Zahnbürste rund um den Schuh in dessen Sohlenschaftwinkel oberhalb des Schuhbodens einmassiert. Gleiches gilt für den restlichen Schaft, allerdings kommt hier eine Auftragsbürste zum Einsatz. Wichtig: Vergessen Sie bei der Schuhpflege bitte niemals die Absatzrandflächen sowie das Sohlengelenk. Den Rest erledigt die BURGOL Palmenwachsschuhcreme mit ihrem hohen Anteil an Naturfarbpigmenten, welche einen satten Farbaufbau zeitigen.

Dann nehmen Sie ein Auftragstuch zur Hand und polieren damit den Schaft. Das glättet die Wachsschicht provisorisch. Nach vollständigem Einziehen der Schuhcreme sowie Verdunsten darin enthaltener Lösemittel kann der Schuh mit einer Bürste aus Ziegen-, Yak- oder Rosshaar aufpoliert werden. Sollte Ihnen die erreichte Farbintensität nicht genügen, helfen weitere dünne Schichten Palmenwachscreme, welche alle einzeln in erklärter Weise aufzutragen und blankzubürsten sind.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 16: Waschen? - Schuhe vertragen Wasser

Manch einer wäscht seine Schuhe aus hygienischen Gründen, andere nehmen diese recht aufwendige Prozedur nur in Angriff, wenn es gilt, einen Fleck zu entfernen oder ein neues Finish gewünscht ist. Schuhpflege mit Wasser - weniger ist mehr! Egal mit welcher Motivation Sie sich auch daran machen, zunächst sollten die Schnürsenkel aus den Schuhen gezogen werden. Nach kurzem Schuheputzen mittels einer Staubbürste sowie - im Anschluss - eines angefeuchteten, weichen Lappens oder Schwamms (Spül- resp. Schwammtuch bzw. die feine Seite eines Geschirrschwamms) dürften jegliche oberflächlichen Verschmutzungen restlos entfernt sein. Nun wird das Schaftinnere gründlich nass ausgewischt.

Mit dem ausgespülten Tuch bzw. Schwamm nehmen Sie etwas Kernseife - ein Tropfen Haarshampoo tut es notfalls ebenso - auf und reiben den Außenschaft sorgfältig ab. Gegebenenfalls hilft zusätzlich eine Naturhaar- resp. Naturfaserbürste (bspw. eine Handwaschbürste), welche aber stets vorsichtig verwendet werden wollen, um dem Schaft des Schuhs keinen Schaden zuzufügen. Eine gleichmäßige Reinigung an allen äußeren Stellen ist angebracht. Einwirkzeiten hingegen sind unnötig, d. h. direkt auf das Einseifen des Schuhs kann der Schuhschaft äußerlich wieder abgewaschen werden. Dazu genügt Ihr Tuch oder Schwamm, jeweils in sauberem Zustand. Von fließendem Nass, geschweige denn einem Wasserbad, wie beim Waschen von Raulederschuhen sinnvoll, raten wir dringend ab.

Zu guter Letzt zeigt die Sichtkontrolle, ob das Schuhoberteil gleichmäßig gereinigt wurde. Im Falle hartnäckiger Flecken mag der Gebrauch von Sattelseife (für Cordovan ausgeschlossen!) oder eines speziellen Lederreinigers Erfolge zeitigen, fragen Sie dazu jedoch stets einen Schuhputzer oder -macher Ihres Vertrauens, um die Schuhpflege von Beginn an richtig anzugehen.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 15: Patina

Dieser Ausdruck beschreibt im Allgemeinen eine vor allem auf Kupfer sowie Kupferlegierungen nach Jahren klimatischer Einflüsse sich bildende, schützende Schicht. Doch was meint er eigentlich in Bezug auf die Schuhpflege?

Ursprünglich wurden damit ein Glanzmittel für Felle sowie ein Firnis, das heißt eine Flüssigkeit, welche eine rasch trocknende, durchsichtige Schutzschicht ergibt, bezeichnet. Und so will jener Begriff auch hinsichtlich auf Schuhe verstanden sein: Die Patina, als Ausdruck einer edel aussehenden, gepflegt gealterten Lederoberfläche, entsteht nach und nach durch unvermeidbare, feine Minischäden am Schaft. Kleine alltägliche Verletzungen des Oberleders, die als zahllose, winzige dunkle Streifen nur in ihrer Gesamtheit der Oberfläche „Leben” einhauchen und ihr eine gewisse optische Tiefe verleihen, können aber erst durch regelmäßiges Schuheputzen die dafür notwendige Herausarbeitung erfahren. Mit der richtigen Schuhpflege lässt sich die Illusion eines in Würde gealterten Schuhs erzeugen. Eine Patina erzählt stumm die (Leidens-)Geschichte des Leders und bezeugt zugleich dessen hohe Qualität sowie die ihm angediehene sorgsame Schuhpflege. Die Lederqualität eines billigen Schuhs hätte gar nicht die notwendige Standzeit, damit sich eine Patina entwickeln könnte. Denn dafür braucht es einige Jahre. Doch würde hingegen ohne eine über Jahre ausdauernde Schuhpflege auch keines der bei Premiumschuhen üblichen Kalbsoberleder die Lebenszeit entwickeln, um einen solch reizvollen Oberflächeneffekt zu bekommen (Cordovan und die starken Vollrindleder bei Bergschuhen schaffen das schon eher). Dies erklärt, weshalb die Oberlederpatina von Schuhen als individueller Ausdruck der Persönlichkeit und außerdem Qualitätsmerkmal so geschätzt werden. Da liegt es nahe, dass Schuhfreunde mittels einiger Schuhpflege-Kniffe ebenso nagelneuen Schuhen gerne vorzeitig das edle Aussehen eines in Würde gealterten Schuhs geben wollen.

Die Abbildung des braunen Semibrogues stellt ein gutes Beispiel dar. Wenn Sie genau hinschauen, dann ist an der Zungenoberkante noch die Originalfarbe des Schafts sichtbar, was bedeutet, dass es sich hier um keine zeitbedingte Patina handelt, sondern um ein gekonntes Antikfinish, welches perfekt eine solche Illusion erzeugt.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 14: Das Antikfinish, Teil 2

Doch Antikfinish ist nicht gleich Antikfinish! Im Folgenden geben wir noch einige Empfehlungen zur Mischung von Schuhcremes sowie dem Polieren nach erfolgter Schuhpflege und knüpfen damit an unseren nun schon mehrere Wochen zurückliegenden Beitrag zum Thema an:

Schuhe mit vielen Außenschaftteilen sowie Lochverzierungen, wie beispielsweise Fullbrogues, bieten leichte Einstiegsmöglichkeiten in Sachen Antikfinish. Denn ihre zahlreichen Kanten und Ornamente erzeugen beinahe ganz von selbst den Anschein des Altehrwürdigen, mithin Antiken. Sowohl an jenen Stellen als auch in den schmalen Gehfalten des Schafts bleibt von der verwendeten Schuhcreme stets etwas zurück, sodass diese Parts später die für ein antikes Schuhleder typischen dunklen Stellen vorweisen werden. Bei mittel- bis dunkelbraunen Schuhen empfiehlt es sich außerdem, jedes vierte Mal statt einer farblich passenden Schuhcreme geringe Mengen schwarzer zur Schuhpflege zu verwenden. Cognacfarbenen Schuhledern verleiht hingegen rötliche Schuhcreme eine äußerst aparte Präsenz.

Variieren Sie versuchweise ebenso einmal die Antrocknungszeit: In der Regel werden die zusätzlichen Farbschichten bereits kurz nach dem Auftragen mit einer Glanzbürste aus Ziegen- oder Yakhaar poliert. Beginnen Sie aber damit erst ein, zwei Stunden später, wird das Lösemittel einziehen und zugleich verdunsten können, wodurch der Effekt nach dem Glanzbürsten regelmäßig etwas anders ausfällt.

Eine weitere Arbeitsmethode funktioniert so: Sie mischen direkt zum normalerweise verwendeten Schuhpflegewachs (im Grundton des Oberleders) ein zusätzliches in dunklerem Farbton hinzu. Geübte machen dies sogar unmittelbar auf dem Oberleder des Schuhs. Dass dadurch einige Schaftbereiche etwas mehr von der dunklen Schuhcreme abbekommen als andere, ist durchaus erwünscht. Exemplarisch spielt das kappenbetonte Antikfinish, bei welchem die Schuhspitze insgesamt älter erscheint, bewusst mit solchen Unterschieden. Auch kann dieses Erscheinungsbild häufig bei industriell gefertigten Antikfinishs beobachtet werden, weil es sich mittels maschineller Unterstützung (dunkle Schuhcreme auf die Kappe gedrückt und mit der Bürstenmaschine schnellpoliert) ohne sonderlichen Aufwand realisieren lässt. Die Abbildung des hinteren Balmoral-Boot unten in Teil 1 zeigt im Übrigen die Originalschaftfarbe, wohingegen der vordere Stiefel ein kappenbetontes (natürlich manuelles) Antikfinish erhielt.

Darüber hinaus gibt es ein Verfahren, bei dem die zweite Schicht dunklerer Schuhcreme gleich von den Haaren einer Glanzbürste aus Ziegen- oder Yakhaar aufgetragen wird. Dazu soll ein wenig Schuhcreme mit der Bürste aufgenommen und anschließend schlicht solange geputzt werden, bis sich Glanz einstellt.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 14: Das Antikfinish, Teil 1

Für die Kreation eines Antikfinishs sollten Sie ganz grundsätzlich Experimentierfreude mitbringen. Denn dahinter verbirgt sich keineswegs bloß eine weitere Methode vorschriftsmäßigen Schuheputzens, sondern vielmehr das Ziel, auf individuelle Weise dem Oberleder Ihrer Schuhe den Look eines gepflegt gealterten, wertvollen Schuhs zu verleihen.

Schuhpflege mit persönlicher Note: Antikfinishing Wird nämlich ein hochwertiges Außenschaftleder kontinuierlicher Schuhpflege unterzogen, entsteht fast automatisch im Laufe der Zeit eine wundervolle Patina. Um aber leichte Oberflächenverletzungen der Ledernarbe als dunkle Markierungen hervorheben zu können - und darum geht es schlicht beim Antikfinish -, darf der Schuh natürlich nicht schwarz sein. Denn auf solchem Untergrund blieben dunkle Stellen unsichtbar. Ebenfalls ungeeignet sind deckgefärbte Oberleder. Dort würden Schaftverletzungen einzig die partielle Zerstörung der Farbschicht bewirken, darunter liegende helle Lederfasern betonen und insgesamt ein schäbig kratzig-fleckiges Aussehen erzeugen. Hingegen dürfen durchgefärbte Oberleder aller Braunschattierungen als optimale Kandidaten für einen selbstgeschaffenen optischen Veredlungsprozess betrachtet werden.

Es gilt also, mittels des Einsatzes einer oder mehrerer tendenziell dunklerer Schuhcremes, die Illusion eines gealterten Schaftleders zu erreichen. Dazu lässt sich speziell die BURGOL Palmenwachscreme in ihren unterschiedlichen Farbtönen verwenden, wobei prinzipiell einfach wichtig ist, dass eine gute Dosencreme benutzt wird, weil solche genügend Zeit verschafft für eine ausgiebige Schuhpflege, über welche ein Antikfinish erst möglich wird. Nähmen Sie stattdessen Schuhcremes aus Tuben, trockneten jene zweifelsfrei derart flott, dass nur eine fleckig-wolkige Oberfläche entstände. Das mag manchmal sogar reizvoll aussehen, doch das Ergebnis wäre ein anderes, wesentlich weniger elegantes – eben nicht „antik”.

Um das Aussehen sowie die Wirkung eines selbst erarbeiteten Antikfinishs exakt antizipieren zu können, bedarf es Übung und Geduld. Lassen Sie sich dennoch bzw. gerade deswegen nicht abhalten. Auch wenn es am Anfang etwas anders ausfällt als Sie es eigentlich gewollt hatten - es ist schließlich Ihr individuelles Antikfinish! Und falls Sie während der Schuhpflege merken, dass es deutlich in die falsche Richtung geht, wischen Sie mit einem sauberen Teil des Lappens noch feuchte Schuhcreme kurzerhand ab. Sollte diese allerdings bereits angetrocknet sein, greifen Sie zu frischer Schuhcreme im Grundton des Leders. Dort enthaltene Lösemittel dürften gereichen, um, nach kräftigem Reiben mit dem Lappen, die darunter liegende Schicht verschwinden zu lassen. Wünschen Sie ein früher aufgebrachtes Antikfinish zu entfernen, eignet sich das Verfahren zum Aufbau neuer Farbe, wie im folgenden Artikel beschrieben wird. Sie brauchen jedenfalls keine Sorge zu haben, Ihre Schuhe irreversibel zu verderben. Diverse Techniken des Schuheputzens garantieren stets Wege zurück.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 13: Wasserglanzpolitur, Teil 2

Ein Vergleich von Wasserglanzpolitur und Lackleder Wie viel Zeit Sie nun einer Wasserpolitur widmen, bleibt letztlich Ihnen überlassen. Zehn Minuten sind schon ausreichend, um einen beeindruckenden Glanz zu erzeugen. Doch wer es mag, kann ruhig länger Polieren. Nicht wenige entspannen sich bei dieser Tätigkeit. Und je länger Sie der Schuhpflege frönen, umso lacklederähnlicher wird der Glanz. Wobei im direkten Vergleich zum Lackschuh ein top wasserpoliertes Glattleder trotzdem anders wirkt. Der Effekt lässt sich schwer beschreiben, der Glanz sieht edler und tiefer aus. Und im Gegensatz zum Lackschuh ist der hochglanzpolierte Schuh nicht so kratzempfindlich und weiterhin atmungsaktiv. Die linke Abbildung der zwei Schuhspitzen eines Fullbroguepärchens verdeutlicht den Unterschied zwischen einem normal glanzgebürsteten und einem wasserpolierten Schuh: Links im Bild die Spitze des glanzgebürsteten Schuhs, daneben der Schuh mit wasserpolierter Flügelkappe. Weil diese Wasserpolitur keine Verunreinigung der Umgebung verursacht, soll es Schuhfreunde geben, die gemütlich im Wohnzimmersessel sitzend, mit Schürze, so ihre Schuhe zu ungeahntem Glanz bringen. So auch der unten abgelichtete Experte für Schuhpflege Miquel Font aus Paris, den weder weißes Hemd noch Krawatte daran hinderten, auf einer Messe BURGOL Schuhcreme in verschiedenen Farben auszuprobieren, um danach ebenfalls zu dem Schluss zu kommen, dass jene Schuhpflegemittel die besten ihm bislang unter die Finger geratenen sind. Die sichtbare Außenkante von Sohle und Absatz erhält eine Wasserpolitur nach Großväter Sitte: Ein wenig Speichel auf die Fingerspitze gegeben und auf Lappen oder Absatzmantel verteilen, dann polieren, polieren, polieren. So stellt sich ebenso an diesen Stellen alsbald hoher Glanz ein. Und das Leder ist gleichzeitig durch das Wachs der BURGOL Schuhcreme versiegelt.

Edel glänzende Schuhe nach einer Wasserpolitur Zusatz: Geben Sie dem Wasser ein zwei Tropfen Essig bei. Das steigert den Glanz nochmals. Und übertreiben Sie es zu Beginn nicht sofort. Wenn nämlich zu viel Wasser verwendet wird, kann es passieren, dass sich die bereits aufgebrachten und einpolierten Wachsschichten auf einmal vom Leder lösen. Dennoch ist wichtig, dass sich stets ein hauchdünner Wasserfilm zwischen dem Wachs auf dem Lappen und dem Wachs auf dem Schaft befindet, damit die Wachsoberfläche so glatt als möglich wird. Übung macht auch hier den Meister! Ein einmal zu Hochglanz wasserpolierter Schaft wird auch bei einer normalen Politur weiterhin den Hochglanzcharakter bewahren. Zwar nicht mehr so extrem ausgeprägt, aber doch noch deutlich erkennbar. Jede zukünftige Schuhpflege geht zudem schneller vonstatten, da weniger Schmutz an der glatten Oberfläche anhaftet und sich der Glanz beim normalen Polieren mit Tuch oder Bürsten schnell einstellt.



Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 13: Wasserglanzpolitur, Teil 1

Die Burgol Schuhcreme für beste Ergebnisse bei Wasserpolituren Jede Schuhfarbe eignet sich für eine Wasserpolitur. Wichtig ist nur die verwendete Schuhcreme, weil ausschließlich eine Hartwachspaste hierfür in Betracht kommt. Diese Art der Schuhpflege kann erheblich erleichtert werden, indem dafür zunächst ein altes Schuhschätzchen hergenommen wird. Und zwar aus zwei Gründen: Ist ein Schuh schon häufig mit Dosencreme gepflegt worden, besitzt er bereits eine gute Hartwachsbasis. Und als eingetragener Schuh hat er Gehfalten ausgebildet. Würden Sie nämlich einen neuen, ungetragenen Schuh zu Hochglanz wasserpolieren, brächen eventuell schon bei der ersten Benutzung die Wachsschichten und der Schuh böte ein unschönes Erscheinungsbild mit feinen Rissen im Wachs oder abblätternden Stellen. Ein Risiko, das sich auch bei einem getragenen Schuh nicht völlig ausschließen lässt. Grund für manche Schuhkosmetiker nur die Schuhspitze in strahlendem Hochglanz erscheinen zu lassen. Da der restliche Schaft größtenteils vom Hosenbein bedeckt ist und die Spitze am meisten ins Auge fällt, ein probates Mittel, um unerwünschte Sideeffects von Anfang an auszuschließen.

Schuhpflege mit Miquel Font aus Paris Nehmen Sie also am besten einen gut gepflegten etwas älteren Schuh und behandeln Sie ihn zunächst, wie im ersten Teil beschrieben. Nach dem Auftragen und Aushärten der Schuhcreme beginnen Sie mit der Wasserpolitur. Hierfür brauchen Sie ein Auftragstuch (mit einer Auftragsbürste funktioniert das nicht) und ein wenig Leitungswasser. Dafür benötigen Sie kein spezielles Gefäß. Es reicht der auf dem Kopf liegende Deckel der Cremedose. Nehmen Sie mit dem um die Fingerspitzen gewickelten Tuch etwas farblich passende oder ein wenig dunklere Schuhcreme auf und dippen Sie diese Stelle kurz in das bereit gestellte Wasser. Nur ein klein wenig. Dann verreiben Sie die Schuhcreme mit sanftem Druck kreisförmig auf dem Schaft. Verreiben Sie das mit Wasser benetzte Wachs länger als gewöhnlich. Dabei werden Sie bemerken, dass sich ein zunehmender Glanz beginnt einzustellen. Nehmen Sie wieder ein wenig Wachs auf, benetzen es und verstreichen es auf dem Schaft. So polieren Sie all die Stellen des Schaftes, die Sie in Hochglanz strahlen sehen wollen. Immer wieder Wachs aufnehmen und mit ein paar Wassertropfen angereichert auf dem Schaft verreiben.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 12: Nagelneue Schuhe

Hochwertige Lederschuhe verfügen normalerweise bereits ab Werk über ein Finish, d. h. eine dünne Schicht, welche ihnen sowohl Schutz als auch Glanz verleiht. Diese verändert sich aber sukzessive auf chemische Weise, weswegen ihre Effektivität langsam nachlässt. Dementsprechend sollte schon vor dem ersten Tragen und daraus resultierendem notwendigen Schuheputzen eine Schuhpflege mit Schuhcreme sowie Schuhpomade in Kombination durchgeführt werden. Denn das Leder hochwertiger, mithin kostspieliger Schuhe darf ruhig präventiv eine frische Schutzschicht und direkt Nahrung erhalten.

Initiale Schuhpflege für ein langes Schuhleben Eine solche initiale Schuhpflege ist recht unkompliziert: Sie entfernen zunächst beide Schnürsenkel und bestreichen das Oberleder dünn mit der farblich passenden BURGOL Palmenwachsschuhcreme. Diese Grundimprägnierung muss wirklich jede Stelle des Schafts abdecken. Auftragbürsten leisten dabei gute Hilfe, weil sie alle Winkel sowie Spalten erreichen. Zumindest auf den Schaft-Sohlenwinkel am unteren Schaftrand ist im Zuge einer ersten Schuhpflege in besonderem Maße zu achten, denn bei jedem nachfolgenden Schuheputzen neigen die meisten Schuhträger erfahrungsgemäß dazu, eben jenen Bereich zu vernachlässigen.
Lassen Sie die Schuhcreme wenigstens eine halbe Stunde einwirken beziehungsweise aushärten. Anschließend wird der Schaft wie üblich geglänzt. Es kommt hier noch keineswegs auf höchste Brillanz an, schließlich wird im kommenden Arbeitsgang das Oberleder ein weiteres Mal mit der BURGOL Schuhcreme eingerieben, welche jedoch nunmehr einige Stunden oder gar über Nacht aushärten darf, bevor Sie Ihre neuen Schuhe dann zu Glanz putzen können. Hernach sind diese optimal vor Alltagsbelastungen gefeit.

Falls Lederlaufsohlen unter den Schuhen vernäht sind, meiden Sie anfangs Feuchtigkeit. Erst nach ein paar Tagen des Tragens nämlich vermag denen Nässekontakt keinen übersteigerten Abrieb mehr zuzufügen. Dann können Sie die Sohlen Ihrer Schuhe auch erstmals mit dem BURGOL Ledersohlenoel behandeln, wie im vorherigen Tipp 11 erläutert.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 11: Ledersohlenpflege

Es ist der Schaft, welcher einem Betrachter direkt auffällt. Ergo liegt das Hauptaugenmerk jedweder Schuhpflege stets auf dem Oberleder. Unter den Schuh wird zwar kaum jemand schauen, und doch verlangt auch jener Bereich regelmäßig Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.

Meistens werden hochwertige Herrenschuhe mit einer Laufsohle aus Leder ausgestattet. Sie stellt, wenn man so möchte, ein Qualitätsmerkmal eines wirklich guten Schuhs dar. Wie Leder ganz generell bedarf natürlich genauso sie der Reinigung und Pflege. Gleichwohl kann sie der Besitzer bei Beschädigung problemlos vom Schuhmacher austauschen lassen. Die Verwendung des richtigen Pflegemittels hilft aber durchaus, diesen Moment um einiges hinauszögern zu können.

Das Burgol Ledersohlenoel sollte bei einer ganzheitlichen Schuhpflege nicht vergessen werden.

Wann und wie ist das BURGOL Ledersohlenoel aufzutragen?

Laufen Sie Ihre Schuhe zunächst ein. Die Ledersohle wird sich noch verdichten. Sollte sie Ihnen anfangs zu glatt vorkommen, darf ruhig mit Sandpapier aufgeraut werden. Allerdings sorgt dafür normalerweise bereits der Straßenasphalt. Sobald die Ledersohle ihre brandneue Glätte verloren hat, empfiehlt sich eine erste Behandlung mit dem BURGOL Ledersohlenoel.

Das Öl wird mit einem Pinsel auf die bereits eingelaufene Sohle gestrichen. Putzen Sie die Sohlen Ihrer Schuhe vorher feucht ab. Danach wird mittels eines Pinsels Ledersohlenöl aufgestrichen, wobei kein Tropfen auf das Oberleder gelangen darf, weil dort hässliche, irreversible Flecken entstehen würden. Wiederholen Sie den gleichmäßigen Auftrag, bis die Sohle kein Öl mehr aufnimmt.

Konsequente Schuhpflege erfordert regelmäßige Auffrischungen. Die solchermaßen gepflegten Schuhe lassen Sie anschließend am besten seitlich liegend auf einer Plastiktüte trocknen. Diese Grundvorsoge sollte nun alle paar Monate aufgefrischt werden. Dann genügt übrigens merklich weniger Öl, schließlich verbleibt vieles über einen größeren Zeitraum hinweg in der Sohle. Letztlich zielt jene spezifische Schuhpflege darauf ab, die positiven Eigenschaften von Ledersohlen langfristig zu erhalten.

Im Resultat werden alle positiven Eigenschaften von Ledersohlen bewahrt sowie deren Lebensdauer verdoppelt. Zwar wird durch die Ölkur ebenso die Wasserabweisefähigkeit erhöht, doch vorrangig sichern Sie damit der Ledersohlen Biegsamkeit. Ordentliche Sohlen sind nämlich ohnehin schon im Originalzustand wasserdicht. Aber eingelagerte Fette und Öle werden durch Nässe sukzessive ausgewaschen, was in zunehmende Versprödung sowie Aushärtung der Ledersohlen mündet. Das BURGOL Ledersohlenoel vermag dem vorzubeugen.

Während der Sommermonate reicht eine einmalige Nachölung. In allen Schlechtwetterperioden hingegen muss das Ledersohlenöl öfter neu aufgebracht werden - je nach Häufigkeit des Nässekontakts eben. Im Endeffekt sättigt das von Gerbermeister Andreas Ollert entwickelte Pflegemittel das Leder, vermindert den Abrieb und führt zu einer verlässlicheren Wasserabweisung. Damit wird die Lebensdauer von Ledersohlen verdoppelt, was eine Expertise des deutschen Lederinstituts bestätigen konnte.

Ein wichtiger Hinweis zur Pflege von Schuhen mit geklebten Sohlen:

Das BURGOL Ledersohlenoel sollte hier keinesfalls Anwendung finden, die Klebeverbindungen könnten dauerhaften Schaden nehmen!

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 10: Nasse Schuhe richtig behandeln

Was tun, wenn einen das Wetter überrascht hat und die Schuhe nun mehr oder weniger durchnässt sind? Zunächst sollten sie natürlich ausgezogen und definitiv keine längeren Strecken darin zurückgelegt werden. Denn feuchte Schäfte verlieren durch Belastung leicht ihre Form (nasses Leder ist „zügig“ – denken Sie zum Beispiel an ein nasses Fensterleder.), und der Gesundheit des Trägers hilft ein solcher Zustand ebenfalls nicht gerade.
Vor dem eigentlichen Schuheputzen müssen nasse Schuhe erst einmal richtig getrocknet werden. Nehmen Sie anschließend die Schnürsenkel heraus, um den Schuh so weit wie möglich öffnen zu können. Der Trocknungsprozess darf nicht durch hohe Temperaturen beschleunigt werden. Dadurch käme es eventuell zu einer irreversiblen Strukturveränderung des Leders. Das ehemalige Fasergeflecht würde dabei glasähnlich, hart, spröde, und reagierte dementsprechend: Es drohte zu brechen! Jede, wie auch immer geartete Schuhpflege käme dann zu spät.
Stopfen Sie Ihre Schuhe stattdessen mit einem saugfähigen Material aus. Zeitungsseiten eignen sich bestens. Das feucht gewordene Papier sollte hin und wieder durch trockenes ersetzt werden. Ist der Schuh nur noch leicht feucht, legen Sie den Schuhspanner ein. Dadurch erhält der sich beim Trocknen sukzessive zusammenziehende Lederschaft seine alte Passform zurück.

So die nassen Schuhe Ledersohlen hätten, hängen Sie diese zum Trocknen an den Schnürsenkeln auf, damit zusätzlich von unten Luft an den Schuh herankommen kann. Notfalls legen Sie die Schuhe auf die Seite. Achten Sie unbedingt darauf, nasse Ledersohlen niemals mit Eisen (zum Beispiel Gitterroste) in Kontakt zu bringen. Das ließe nicht mehr zu entfernende schwarze Flecken im Leder entstehen. Um beim Trocknen eventuell auftretende Wasser-, Fett- oder Gerbstoffränder zu verhindern, dürfen die noch leicht feuchten Schuhe bereits mit Schuhcreme aus Palmenwachs eingerieben werden: Die eigentliche Schuhpflege mit finalisierender Politur beginnt, sobald sie vollkommen trocken geworden sind. Zu guter Letzt erhält die Ledersohle eine Sohlenölkur.

Die Premium-Produkte von Burgol zur Schuhpflege und zum Schuheputzen




Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 9: Cordovanleder, Teil 2

Anfangs genügen eine Staub- sowie eine Glanzbürste für die regelmäßige Schuhpflege, da dieses Leder per se stark gefettet ist. Dementsprechend besitzt es auch gute hydrophobe Eigenschaften. Dennoch sollte unmittelbar nach einer Neuanschaffung daraus gefertigter Schuhe Wasser gemieden werden, um das Entstehen winziger Aufwerfungen zu verhindern.

Behandlung von Aufwerfungen, Falten & Kratzern

Ein weiteres Beispiel für den wunderschönen Glanz von Cordovanschuhen nach passender Schuhpflege Cordovan hat keine echten Narben (bezeichnet jene Schicht oder Struktur, welche bei allen anderen Glattledern nach Entfernen der Hornschicht der Haut die Lederoberfläche ist). Mögliche Kratzer und Einschnitte im Leder sind dadurch leichter zu heilen. Ebenso lassen sich Falten einfacher aus dem Pferdeleder entfernen als es beim Kalb der Fall wäre.

Mit dem Shoe Bone beseitigen Sie Aufwerfungen, Falten & Kratzer. Bestücken Sie zunächst Ihre Cordovan-Schuhe mit passgenauen Schuhspannern, um einen festen Gegendruck während der Schuhpflege aufzubauen. Tragen Sie dann auf die beschädigte Stelle Wachs in der passenden Farbe auf und reiben Sie mit einem harten, nicht kratzigen Gegenstand, beispielsweise einem Shoe Bone oder Sleeking Bone, in druckvollen kreisenden Bewegungen über das Leder hinweg, bis die schadhafte Stelle nicht mehr sichtbar ist. Zur Minimierung der Reibung während dieser Prozedur bringen Sie zwischendurch immer wieder etwas Cordovanpomade auf. Nicht ungewöhnlich ist es, wenn die behandelte Schramme nach der „Erstversorgung“ etwas glänzender erscheint als deren nähere Umgebung. Für einen optischen Ausgleich bearbeiten Sie einfach mit der BURGOL Cordovanpomade den kompletten Schaft.

Hier können Sie sehen, wie der Schuh(polier)knochen bzw. Deer Bone verwendet wird: Video zur Schuhpflege auf YouTube

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 9: Cordovanleder, Teil 1

Mit der richtigen Schuhpflege entwickelt Cordovanleder eine solch glänzende Patina Das aus den Hinterpartien von Pferden gewonnene Leder erfreut sich großer Beliebtheit. Die Gerbung auf pflanzlicher Basis dauert mehrere Monate und wird mit einer intensiven Fett- sowie Ölbehandlung beschlossen. Trotz des hohen Aufwands erbringt dieser Prozess eine relativ geringe Ausbeute: Lediglich ein Paar Schuhe kann aus den sogenannten Shells bzw. Spiegeln des Pferdes hergestellt werden. Deswegen ist Cordovan auch recht kostspielig. Dafür verfügt das Leder jedoch über einen einzigartigen Glanz, hohe Robustheit und ist zudem beinahe wasserdicht. Gehfalten können ob seiner Elastizität fast ausgeschlossen werden. Außerdem wird Cordovan im Laufe der Zeit zunehmend geschmeidiger und bildet eine wunderschöne Patina.

Die Burgol Cordovanpomade Bei der Schuhpflege gibt es eigentlich kaum Unterschiede zum Kalbsleder. Nehmen Sie prinzipiell BURGOL Cordovanpomade zur Hand. Für Sohlenrand, -schaftwinkel sowie Absatz bietet sich Schuhcreme auf Palmenwachsbasis oder BURGOL Golfwachs an.

Da Cordovanleder am Ende der Gerbung recht stark gefettet und geölt wird (Fachbegriff: "Smearen") kann es kurz nach der Neuanschaffung des Schuhs zu weißlichen Ausblühungen auf dem Schaft kommen. Panisch meinen hier manche Cordovan-Neulinge Schimmel auszumachen, dabei handelt es sich schlicht um ausgetretenes Schafsfett. Im Normalfall genügt es dann, mit einem Baumwolltuch die Schuhe zu putzen. Reicht dies nicht, dann greifen Sie zum Fön, erwärmen das Leder leicht und reiben das Fett wieder zurück in den Schaft. Im schlimmsten Fall wird es mit etwas Palmenwachsschuhcreme von der Lederoberfläche gelöst. Das Balsamterpentinöl darin eignet sich dafür hervorragend.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 8: Schuhpomade oder Hartwachspaste?

Für eine nachhaltige sowie sichtbare Schuhpflege sind beide jeweils auf ihre eigene Art unverzichtbar. Um Anwendungsbereiche bzw. -effekte abgrenzen zu können, wollen wir hier Gemeinsamkeiten und Unterschiede erläutern. Die originale Burgol Schuhpomade in 12 Farben Schuhpomade zählt zu den Mischemulsionscremes. Sie wird typischerweise im Glastiegel angeboten. Demgegenüber ist klassische Schuhcreme (ebenso als Hartwachscreme resp. Hartwachspaste bekannt), bspw. also auch jene aus Palmenwachs von BURGOL, in der Blechdose erhältlich, weswegen Fachleute gerne von "Dosenware" sprechen. Aufgrund des höheren Anteils an harten Wachsen fällt ihre Konsistenz merklich fester aus, ähnlich gekühlter Butter.

Der Klassiker - Burgol Palmenwachsschuhcremem Grundsätzlich bestehen diese zwei Schuhpflegemittel aus verwandten Inhaltsstoffen. Deren Gewichtungen differieren allerdings: Bei der Schuhpomade überwiegen Öle, Fette sowie weiche Wachse, während die Palmenwachsschuhcreme speziell auf dem harten Wachs der Karnaubapalme und Balsamterpentinöl basiert.

Dank der Öle, Fette und des Bienenwachses eignet sich die Schuhpomade besonders, um Leder Nahrung und Farbintensität zu spenden. Die Palmenwachsschuhcreme wirkt schützend (imprägnierend) sowie reinigend und sorgt für hohen Glanz.

Beide Schuhpflegemittel ergänzen sich daher ausgezeichnet!

Doch welches Produkt soll nun ich am besten zum Schuheputzen gebrauchen? Im Idealfall sowohl Schuhpomade als auch Palmenwachsschuhcreme! Denn eine Mischemulsionscreme erzeugt keinen nennenswerten Glanz. Außerdem kann sie in puncto Kratzerschutz kaum mit Hartwachspasten konkurrieren. Letztere hingegen nähren das Leder bloß oberflächlich. Deshalb empfehlen wir, für die optimale Schuhpflege auf Schuhpomade sowie Hartwachscreme zurückzugreifen.

Zur Anwendung: Putzen Sie Ihre Schuhe gründlich. Danach erst wird Schuhpomade aufgetragen. Nach 10 Minuten Einziehzeit darf nun auspoliert werden. Direkt im Anschluss wird der Schuh mit Palmenwachsschuhcreme eingerieben. Lassen Sie bitte einen dünnen Film antrocknen, bevor die abschließende Politurphase folgt.
Nach jedem Tragen genügt normalerweise ein kurzes Schuheputzen mittels Bürste. Bei Bedarf mag aber noch etwas zusätzliche Schuhcreme aufgestrichen werden. Haben Sie Ihre Schuhe dann bereits zum vierten, fünften Male getragen, sollte wieder mit Schuhpomade sowie Palmenwachsschuhcreme in Kombination gepflegt werden.

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 7: Mehrfarbige Glattlederschuhe

Anhand von "Spectators" sowie "Colonials" möchten wir erläutern, was beim Putzen mehrfarbiger Schuhe beachtet werden muss und welche Schuhcreme sich dafür empfiehlt.

Links die Spectators, rechts ein Paar Colonials Spectators

Dieser Schuh wurde berühmt in der amerikanischen Jazz-Szene der 1920er und 30er Jahre. Charakteristisch ist sein auffälliger Schwarz-Weiß-Kontrast. Er stand zu jener Zeit symbolisch für den Schulterschluss von schwarzen und weißen Musikern. Genaugenommen müsste der Spectator eigentlich als Wingtip Full Brogue Oxford bezeichnet werden, weil er über eine lang gezogene, aufgesetzte Flügelkappe mit reichhaltigen Lyralochungen verfügt.

Die Spectators - ein Symbol für den Schulterschluss von schwarzen und weißen Musikern Das Putzen des Klassikers mit der weißen Grundfarbe und den zusätzlichen schwarzen Schaftteilen mag kompliziert anmuten, ist sie jedoch gar nicht:

Die Schuhpflege beginnt hier auf den weißen Schaftflächen. Diese sind mit der entsprechenden BURGOL Schuhpomade einzureiben. Die weiße Schuhpomade lässt sich mit einer Burgol Tiegelbürste sehr exakt auftragen. Direkt im Anschluss kümmern Sie sich mit der schwarzen Schuhpomade um die dunklen Schaftteile. Beide Aufträge erfordern etwas Fingerspitzengefühl mit dem Lappen. Gerät dabei etwas Schuhcreme auf den jeweils farblich unpassenden Teil, so wischen Sie diese umgehend mit einem sauberen Tuch ab, bevor sie eintrocknen kann. Alternativ hilft auch das vorbeugende Abkleben, beispielsweise mit kleinen selbsthaftenden Notizzettelchen.

Für das abschließende Polieren – wobei die Aushärtezeit der Schuhpomade eingehalten werden muss – nutzen Sie dann eine noch reine Stelle des Auftragstuches. Der typische Einsatz einer Feinpolierbürste zum Abschluss einer Schuhpflege sollte auf die Flügelkappe beschränkt bleiben, da es ansonsten zu unschönen Farbverschmierungen kommen kann.

Colonials

Colonials - Schuhe von Welt Schuhe im Colonialstil wurden ursprünglich für tropisches Klima, d. h. große Hitze sowie hohe Luftfeuchtigkeit konzipiert. Britische Forscher, Abenteurer und Offiziere trugen sie bereits im vorletzten Jahrhundert durch alle Teile der Welt. Ihr feines Leinenmesh reduziert Schweißbildung sehr effektiv und bietet darüber hinaus außerordentlichen Tragekomfort.







Die Burgol Schuhpomade - hier eine kleine Auswahl der vorhandenen Töne - dient beim Schuheputzen besonders der Farbauffrischung. Um solche Schuhe effektiv zu putzen, orientieren Sie sich am besten an der obigen Beschreibung, allerdings mit zwei Ausnahmen:
1. Statt weißer muss natürlich braune Schuhpomade zum Einsatz kommen. Sieben verschiedene Töne stehen dabei im BURGOL-Sortiment zur Auswahl.
2. Die Leinenbereiche sind stets abzukleben, weil der Stoff durch versehentlich falsch aufgebrachte oder verschmierte Schuhcreme nachhaltig beschädigt werden kann!

Schuhcreme, Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 6: Weiße Glattlederschuhe

Auf weißen Glattlederschuhen stechen bereits kleinste Verunreinigungen deutlich ins Auge. Um diese zu entfernen, empfiehlt sich eine Kombination aus deckweißer Schuhpomade sowie weiß färbender Palmenwachsschuhcreme. Bereit zum Schuheputzen mit Auftragbürste sowie Schuhpomade Zur Vorgehensweise: Ziehen Sie die Schnürsenkel aus Ihren Schuhen. Nun werden zunächst leichte Schmutzablagerungen mittels einer Bürste beseitigt. Danach kommt die deckweiße Schuhpomade von BURGOL zum Einsatz, sie wird Ihren Schuhen das kraftvolle Weiß erhalten bzw. zurückgeben. Mithilfe eines Tuches sowie einer Auftragbürste (für den schwer zu erreichenden Sohlenschaftwinkel) reiben wir die Pomade in kreisenden Bewegungen dünn auf den Schaft. Nach einer mindestens 30-minütigen Einwirkzeit nehmen Sie eine Polierbürste zur Hand, um damit das Oberleder abzuputzen. Die BURGOL Schuhpomade verfügt über eine enorme Deckkraft. Darüber hinaus erzeugt sie als Emulsions-Schuhcreme einen matten Schimmer.

Das Ergebnis ganzheitlicher Schuhpflege Wem solcher Seidenglanz jedoch noch nicht genügt, und wer außerdem direkt eine komplette Schuhpflege mit natürlicher Imprägnierung und Stoßprävention durchführen möchte, der greift zusätzlich zur weiß färbenden Schuhcreme aus Palmenwachs. Hierbei folgen Sie bitte den gleicen Schritten wie zuvor bezüglich der Schuhpomade beschrieben, mit zwei Ergänzungen: Geben Sie dem Wachs wesentlich mehr Zeit zum Aushärten und legen Sie final stärkeren Fokus auf die Feinpolitur Ihrer weißen Schuhe. Das Ergebnis ist sattweißes Oberleder mit einem wunderschönen Glanz.

Links deckweiße Schuhpomade und rechts weiß färbende Palmenwachsschuhcreme Die regelmäßige, wechselnde Anwendung von Schuhpomade sowie Palmenwachsschuhcreme, garantiert neben stets rein weißen Schuhen auch alle Vorteile einer ganzheitlichen Schuhpflege, eben bspw. Schutz vor Wasser oder Stößen. Aktuell gibt es keine besseren Schuhpflege-Produkte.

Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 5: Glattlederschuhe richtig pflegen, Teil 3

Unsere Burgol Palmenwachsschuhcreme in verschiedenen Farben Entsprechen die Farben von Absatzbrust (Absatzvorderseite) sowie Sohlengelenk (Raum zwischen Absatz und Ballenauftrittslinie) jener des Oberleders, sollte natürlich für all diese Bereiche auch die gleiche Schuhcremefarbe genutzt werden. Anderenfalls böte sich eine farblose Schuhcreme zur Schuhpflege an. Beim Übereinanderschlagen der Beine wird dieser Teil der Sohle nämlich sichtbar und somit das Resultat Ihrer Schuhpflege. Darüber hinaus wird vor Versprödung des Leders und unschöner Fleckenbildung geschützt. Die Schuhcreme gehört dabei ausschließlich auf jenen Sohlenabschnitt, welcher stets ohne direkten Bodenkontakt bleibt. Zusätzlich will sie dort ordentlich eingerieben sein, um sowohl Neuanschmutzungen vom Schuh als auch unfreiwillige Abfärbungen von Teppichböden fernzuhalten.

Außerdem bedürfen der Sohlenrand und die Außenfläche des Absatzes eines Wachsschutzes, einer Versiegelung sowie abschließenden Politur. Gerade an der Schuhspitze stößt sich bei dunkel gefärbten Rändern leicht die eingelassene Farbe ab, was das helle pflanzlich gegerbte Leder zum Vorschein bringt. Diesem ungepflegt wirkenden Erscheinungsbild ist abzuhelfen mit der Schuhcreme von BURGOL und ihrer bereits erwähnten hohen Farbintensität. Neben der schwarzen können wir dazu auch die Variante „braun stark färbend“ empfehlen. Vergessen Sie bitte keinesfalls den Schaft-Sohlenwinkel, also den Bereich, wo der Schaft in den Schuhboden übergeht. In jene Kerbe reichen Sie beim Schuheputzen am leichtesten mit einer weichen Zahnbürste hinein.

Eine Schuhcreme auf Hartwachsbasis sollte ausreichend Zeit bekommen, um in das Leder einwirken zu können. Des Weiteren muss das Wachs aushärten. Dafür sollten die Schuhe mindestens eine halbe Stunde, besser sogar eine ganze Nacht, im eingecremten, matten Zustand ruhen. Die Politur fällt danach umso leichter, der Schutzeffekt ist höher und das schicke Glänzen beständiger.

Burgol Ziegenhaarbürsten gibt es in heller sowie dunkler Ausführung Doch was benötigen Sie für diesen finalen Schritt Ihrer Schuhpflege? Nun, eine kurz geschnittene Ziegenhaarbürste! Die BURGOL Glanzbürsten bspw. werden in Deutschland von Hand hergestellt. Ihr längskonvexer Körper aus heimischem Buchenholz, versehen mit zwei seitlichen Fingermulden, erlaubt ein sehr bequemes Greifen. Schuhpflege ist damit reines Vergnügen: Mit lockerem Armschwung sowie schnellen Bewegungen streichen Sie ohne großen Druck über das Leder. Die eng eingezogenen, nicht zu langen Haare (optimal sind ca. 15 Millimeter sichtbare Haarlänge) erzeugen dann während des Bürstens Wärme. Das Wachs schmilzt oberflächlich, wodurch es nach dem Schuheputzen spiegelglatt glänzt. Zudem treten beim Einsatz von Ziegenhaarbürsten - wegen derer extrem weichen Haare - keinerlei feine Haarriefen im Wachs auf, wie Rosshaarbürsten sie gelegentlich hinterlassen.

Wer seinen Schuhen noch mehr Glanz gönnen möchte, sollte eine Wasserpolitur ins Auge fassen. Diese wird in einem späteren Beitrag ausführlich erläutert. Im nächsten befassen wir uns aber erst einmal mit dem Sonderfall "weiße Glattlederschuhe".

Was die Pflege von Glattlederschuhen betrifft, so haben wir bisher immer nur von Hartwachs- bzw. Palmenwachsschuhcreme gesprochen. Geht es allerdings um helle, offenporige Glattleder, sollten Sie für die Schuhpflege stattdessen lieber zu einer Ledermilch greifen. Diese für „heikle“ Leder gedachten Spezialpflegemittel sind in jedem Schuhmacherbetrieb sowie vielen Schuhgeschäften erhältlich. Doch bedenken Sie, dass Ledermilch bei weitem nicht den Schutz und anhaltenden Glanz geben kann wie die BURGOL-Palmenwachsschuhcreme. Behandeln Sie solche Schuhe also sorgsam!

Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 5: Glattlederschuhe richtig pflegen, Teil 2

Zum Schuheputzen wird ein fusselfreier, d. h. mehrmals gewaschener Baumwolllappen benutzt. Falls Sie dafür keine Staub-, Handtücher oder ähnliche Haushaltsutensilien opfern möchten, lassen sich aus alter Bettwäsche, verbrauchten Geschirrtüchern oder abgetragenen T-Shirts passende Lappen schneiden. Als Faustregel für deren Größe gilt, dass wenn zwei- bis dreilagig zusammengefaltet sowie um ein oder zwei Finger gewickelt und den Rest in der Handfläche zusammengeknüllt, diese ohne Verkrampfung zu halten sein müssen. Wer allerdings lieber mit einer Auftragbürste der Schuhpflege frönen will, sollte auf eine ausreichende Stiellänge und Naturhaarbestückung achten.

Wer Sorge hat, dass Schuhcreme seine Hände beschmutzen könnte, was beim Einsatz einer Auftragbürste natürlich beinahe ausgeschlossen ist, sei ganz beruhigt: Mit normaler Handwaschseife sowie einer Nagelbürste sind entsprechende Flecken in nur wenigen Sekunden beseitigt. Bei starker Durchlässigkeit des Lappens resp. langen Fingernägeln genügen ein, zwei von einem Haushaltshandschuh abgeschnittene Fingerteile zur Prävention. Wen es nicht stört an den Händen zu schwitzen, mag auch dünne Latexhandschuhe (Laborhandschuhe) zum Schutze tragen.

Die Farbtöne von Schuh und Schuhcreme müssen nicht hundertprozentig übereinstimmen Glaubt nun jemand, für eine optimale Schuhpflege bedürfe es einer exakten Übereinstimmung der Farbtöne von Schuhcreme und Schuh, so irrt er. Denn geringe Abweichungen haben zumeist keinen negativen Effekt. Im Gegenteil: Durch regelmäßigen Auftrag einer etwas dunkleren Schuhcreme entsteht sukzessive die unter Schuhfreunden beliebte Patina, welche dem Leder ein sehr edles Aussehen verleiht. Im Übrigen verändern neue Lederschuhe während der ersten Monate durch Einwirkung des UV-Lichts ihren Farbton. Dadurch würde eine anfangs hundertprozentig passende Schuhcreme binnen weniger Wochen zu hell erscheinen.
Gleiches gilt für Schuhpaare, die farblich präzise zur Handtasche oder dem Gürtel passen sollen - minimale Farbabweichungen fallen nicht auf! Weil stets ein gewisser Abstand zwischen beiden Objekten herrscht, müsste aus der Nähe das Auge vergleichend hin und her wandern, wohingegen aus entfernten Perspektiven winzige farbliche Nuancen sowieso verschwimmen. Genügt Ihnen dies nicht, holen Sie bitte zusätzlich die Meinung eines erfahrenen Schuhmachers ein. Jener kann am konkreten Schuh beurteilen, ob eine (farblose) Palmenwachsschuhcreme verwendet, eine Ledermilch genommen oder gar eine individuelle Farbmixtur angefertigt werden sollte.

Anfänger in puncto Schuhpflege sind immer gut beraten, die Wirkung eines Schuhpflegemittels zunächst an einer unauffälligen Stelle zu testen, z. B. auf der durch die Schnürung weitgehend verdeckten Zunge. Das wichtigste Prinzip beim Auftrag einer Schuhcreme lautet dabei: So wenig wie möglich! Gerade Neulinge in Sachen Schuhpflege neigen nämlich zu einem viel zu reichlichen. Wenn Sie zu dick eincremen, erschweren Sie sich später das Polieren, reduzieren unnötig die Atmungsaktivität Ihrer Schuhe und als Resultat bringt solcherlei Schuhpflege bloß höheren Verbrauch von Schuhcreme. Tragen Sie lieber mehrmals sparsamste Mengen hauchdünn auf.

Schuhpflege & Schuheputzen, Tipp 5: Glattlederschuhe richtig pflegen, Teil 1

Analog zu Schuhen aus Rauleder verlangen natürlich auch solche mit Glattlederschäften nach gründlicher Schuhpflege. Hierzu können Sie sich dreier Methoden bedienen: der Trocken-, Feucht- und Nassreinigung. Wir gehen im Folgenden ausschließlich auf die ersten beiden ein, weil die dritte – regelmäßiges Schuheputzen vorausgesetzt – nicht notwendig werden dürfte. Ansonsten funktionierte sie wie in Tipp 4 für Raulederschuhe bereits beschrieben.

Vor und nach der Schuhpflege Trocken meint schlicht Abbürsten des Staubs. Bei exklusive im Büro bzw. generell Innenräumen getragenen Schuhen genügt diese Art der Schuhpflege vollkommen. Am besten wird eine Rosshaarbürste verwendet. Jedoch schadet es selbst in jenen Fällen keineswegs, die Schuhe wenigstens einmal wöchentlich mithilfe eines leicht nassen Lappens (bspw. ein haushaltsübliches Spültuch) zu putzen. Nutzen Sie Ihre Schuhe hingegen häufig im Freien, ist ohnehin zur Feuchtpflege geraten.
Dafür wird zunächst das Schnürband herausgezogen, dann der Schuh erst außen und schlussendlich, mit umgeschlagenem Tuch, zusätzlich innen abgewischt. Sollten Ihre Schuhe im Wohnbereich untergebracht sein, denken Sie außerdem an die Laufsohlen. Prinzipiell bringt feuchtes Abreiben drei Vorteile, nämlich dass oberflächliche Schweißablagerungen vom Futter entfernt, harte Schmutzpartikel vom Oberleder genommen werden, ohne es zu zerkratzen sowie der Außenschaft so ein tieferes Einziehen des direkt im Anschluss aufzutragenden Schuhpflegemittels begünstigt.

Um einem Lederschaft Farbe, Glanz und Widerstandsfähigkeit zu erhalten resp. zurückzugeben, wählen Sie am besten die klassische Schuhcreme auf Palmenwachsbasis, welche zumeist in kleinen, runden Blechdosen von diversen renommierten Firmen offeriert wird. Erfunden wurde das Grundrezept etwa 1900 und optimiert bis Anfang der 1920er Jahre. Erst später - unter dem Druck der Mangelwirtschaft - begann die Forschung nach kostengünstigeren Ausweichmöglichkeiten, was zu den heutzutage wieder populären Schuhcremes in Tuben und Tiegeln führte. Von Palmenwachsschuhcreme unterscheidet diese Produkte (egal welchen Herstellers) vereinfacht gesprochen, dass die „modernen“ Präparate als Teil ihrer Lösemittel Wasser enthalten. Solche Schuhpflegemittel sind in der Fertigung billiger, aber gleichzeitig im Wirkungsgrad geringer. Zum Ausgleich versuchen Anbieter meistens, einzelne für die Schuhpflege relevante Aspekte zu optimieren. Doch wird auf jene Weise z. B. der Imprägnierungseffekt verstärkt, fällt dagegen eben eine andere Eigenschaft, bspw. die Glanzbeständigkeit, ab. Kein einziges dieser Schuhpflegemittel erlaubt daher optimale Rundum-Shoe-Care. Konsequenterweise existieren mittlerweile unzählige Erzeugnisse, jedes mit wenigstens einer von der Werbung herausgestellten Pflegebesonderheit (Reinigung, Ledernährung, Wasserschutz, Glanz etc. betreffend). Dem verunsicherten Kunden möchten die Verkäufer gerne suggerieren, dass die Vielzahl heute erwerbbarer Leder diese Unmenge von Pflegemitteln erforderte.

Merkwürdig, schließlich nutzen Schuhkenner sowie Profis zur Schuhpflege immer wieder ein spezielles Produkt – eben Hartwachspaste aus der flachen Blechdose! Weshalb also sollten Sie mehrere Schuhcremes erwerben, wenn doch eine alle gewünschten Merkmale vereint? Die Blechdose ist übrigens ein untrügliches Zeichen für Hartwachscremes, gleich welcher Marke. Jedes andere Schuhpflegemittel, das mit Wasser arbeitet, würde Rost verursachen. Deshalb werden solche auch in Tuben abgefüllt.
Darüber hinaus wäre noch die häufig gepriesene Lösemittelfreiheit zu bedenken. Was vordergründig nach Umweltschutz klingt, bringt hinsichtlich der Schuhpflege nur Nachteile. Zudem bröckelt das ökologische Argument bei genauerer Betrachtung: In einer Autotankfüllung Benzin stecken mehr „Lösemittel“ als eine Großfamilie zeit ihres Lebens an lösemittelhaltiger Schuhcreme verbrauchen könnte.

Das Ergebnis des Farbintensitätstests mit schwarzer Schuhcreme verschiedener Hersteller Und gerade das Lösemittel macht die Palmenwachsschuhcreme von BURGOL überragend gut, besonders in Relation zu den Hartwachspasten anderer Hersteller. Wo jene nämlich tatsächlich auf billigeres Benzin setzen, greift die Schweizer Traditionsfirma seit jeher auf das teurere, aber bewährtere Balsamterpentinöl zurück, welches sogar im medizinischen Sektor Verwendung findet. Beim Auftragen der Schuhcreme fördert es eine optimale Nachreinigung, indem alte Wachsreste samt darin eingelagerter Schmutzteilchen vom Leder gelöst werden. Zugleich erlaubt dieses Öl ein besseres Eindringen des Schuhpflegemittels in das Leder sowie die optimale Haftung daran. Ergo wird eine Aufschichtung von Wachslagen vermieden, außerdem bleibt der von minderwertigen Schuhcremes bekannte, sogenannte „Graubruch“ fern und die Atmungsaktivität des Schuhschafts bleibt verlustfrei erhalten. Einen weiteren Gewinn des Schuheputzens mit BURGOL Hartwachspaste stellt die Schutzschicht dar: Die natürlichen Wachse aus den Blättern der Karnaubapalme zählen zu den härtesten und wertvollsten weltweit. D. h. eben jene Schuhcreme von BURGOL, verdünnt und beim Auftragen dank des Terpentinöls problemlos dosierbar, schützt in Form einer transparenten, hauchdünnen Schicht das Oberleder Ihrer Schuhe sowohl gegen chemische als auch mechanische Einflüsse. Wasser perlt ab und kleinere Stöße, wie sie beim Tragen von Schuhen unvermeidlich sind, richten keinen Schaden an. Und wer seine Schuhe farblich auffrischen will, darf von der BURGOL Palmenwachsschuhcreme viel erwarten, denn genauso in puncto Farbintensität vermag sie Schuhpflegemitteln anderer Marken den Rang abzulaufen.

Unseren Farbintensitätstest (siehe Bild rechts) können Sie selbst ausprobieren. Dazu werden schwarze Schuhcremes verschiedener Produzenten, ein Lappen sowie ein weißes Blatt Papier benötigt. Schreiben Sie alle Namen oder Marken der Hartwachspasten auf Ihr Blatt. Danach streichen Sie mit der Kuppe Ihres Zeigefingers ohne großen Druck über die erste Schuhcreme und wischen diese nun an der entsprechenden Stelle auf dem Papier ab. Wiederholen Sie jenes Prozedere mit den anderen Schuhcremes. Wir jedenfalls waren verblüfft, dass die meisten Schuhpflegemittel eher grau denn schwarz erschienen. Und noch etwas werden Sie bemerken: Die Dosierbarkeit variiert zwischen den Marken von einfach bis sehr schwierig. Doch ebenso in dieser Disziplin schneidet die BURGOL Schuhcreme dank des natürlichen Lösemittels Terpentinöl überragend ab.

Fazit: Kein Shoe-Care-Produkt eignet sich so gut wie Hartwachspaste aus der Blechdose, um einen hohen und beständigen Schuhglanz zu erzielen. Und es gibt kein zweites Mittel für die Schuhpflege, welches dem Leder einen solch außerordentlichen Rundumschutz (inklusive Imprägnierung) bieten kann wie die BURGOL Schuhcreme aus Palmenwachs. Und kennen Sie ein Schuhpflegemittel mit einer besseren Dosierbarkeit und einem günstigeren Preis-Leistungs-Verhältnis? Unsere Versuche ergaben einen mittleren Verbrauchswert von nur ¼ Gramm Palmenwachsschuhcreme pro Schuhpaar. Da fällt es leicht zu kalkulieren, welches Potenzial in einer Dose BURGOL Schuhcreme steckt: Damit pflegen Sie mehr als 200 Paar Schuhe!